Ziel

2014

Das Ziel ist die Erhaltung des Wissens um Holzverwendung und Holzbearbeitung.

 

Mehrere Ansätze der Sicherung des Wissens sind vorhanden:

1) Suche nach alter Literatur und Informationen aus Archiven
2) Analyse bekannter Holzverwendungen (sowohl in Museen als auch in der Umwelt)
3) Dokumentation (vor allem filmische) verschiedenster handwerklicher Arbeiten von erfahrenen Handwerkern
4) Beschreibung von prähistorischer Holnutzung
5) Exakte Beschreibung der Eigenschaften von heute nicht gebräuchlichen Holzarten
 
 
Es sollen daher Web-Basierende Datenbanken aufgebaut und veröffentlicht werden:

Literatur und Archive
Filme und Bilder
Veröffentlichung von kurzen Berichten, Gesprächen mit Gewährsleuten etc.
Holzverwendung (Holzarten, spezielle Nutzungen)


Mission


„Die alte Wirtschats- und Arbeitsweise, die lang her vererbten Fertigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen und Zustände und mit ihnen viel nötiges Sprach- und Kulturgut ziehen sich immer höher die Wälder und Berge hinauf.“ Schrieb Josef Blau im Jahr 1917
 
Leider ist es die letzten Jahrzehnte kaum gelungen den Verlust des Wissens aufzuhalten – im Gegenteil, die Prozesse haben sich noch beschleunigt….
 
Wir wollen versuchen das vorhandene Wissen wieder zu entdecken, und in aller Breite darstellen. Doch wichtig ist es, das Wissen und die Fähigkeiten am Leben zu erhalten…
 
 
Daher suchen wir die Zusammenarbeit mit verschiedensten Fachrichtungen. Dies beginnt bei der Urproduktion, der Forstwirtschaft. Ein sehr wichtiger Teil ist die Auswahl des Holzes (Holzart und spezielle Teile eines Baumes/Strauches – z.B. die Nutzung von krummen Holz). Hier fällt natürlich der gesamte Bereich des Handwerks hinein. Auch die nachträgliche Analyse von Bearbeitungsspuren liefert wichtige Hinweise – die Experimentelle Archäologie versucht es nachzumachen. Die Holzwissenschaft bestimmt das Alter, die Art und die Eigenschaften des Holzes, aber auch Hinweise auf alte Technologien. In der Volkskunde finden sich viele Hinweise auf Holzverwendung. Forschungen um die Landschaft prägenden Bauwerke (wie z.B. auch Zäune) runden das Bild ab. Alte Literatur und Archive werden von Historikern und Umweltgeschichtlern analysiert. Altes Holz macht aber auch Probleme – die Konservatoren kümmern sich darum. Ein sehr wichtiger Puzzle-Stein sind die Betreiber von Museen und Sammlungen – hier stehen wahre Schätze zur Verfügung, es ist viel Wissen und Erfahrung über die Erhaltung vorhanden und es gibt hier gute Möglichkeiten der Wissensvermittlung an die Öffentlichkeit.



Arbeitsbereiche


Der Einsatz verschiedener Holzarten für spezielle Anwendungen:
In der Vergangenheit wurden Hölzer immer entsprechend ihrer Eigenschaften verwendet. Dies ist heute nur noch bedingt der Fall. Durch das Aufarbeiten von Verwendungsarten von Holz lassen sich somit Aussagen über die Eigenschaften machen. Ziel ist es Sammlungen von Holzgegenständen (z.B. Werkzeugstiele, Holzgefäße, verbautes Holz) systematisch zu beproben; d.h. die Holzarten und wenn möglich auch das Alter (Dendrochronologie) zu bestimmen. In einer Datenbank sollen Informationen über Holzart, Verwendung, Alter und Region zusammengeführt werden. Ziel ist die Beschreibung einheimischer (auch selten genutzter) Holzarten auf Grund ihrer nachgewiesenen Nutzung.
 

Die Verknüpfung Wald-Holznutzung:
Für manche speziellen Einsatzgebiete wurden spezielle Teile des Stammes (oder auch der Äste) genutzt. Als Beispiel sei hier die Nutzung von Stammüberwallungen als Holzgefäße, oder der Einsatz gekrümmter Stämme im Bootsbau genannt. Ziel ist es diese speziellen Anwendungen zu beschreiben und den Holzartenbeschreibungen beizufügen.
 

Handwerk:
Das Wissen um die Be- und Verarbeitung von Holz ist sehr alt und umfangreich. Jedoch ist viel des Wissens verloren gegangen. Um die optimale Handhabung von Material und Werkzeug darzustellen und zu bewahren, reichen Beschreibung und Bilder nur zum Teil aus. Das Filmen erfahrener Handwerker soll hier Abhilfe schaffen.
 

Konservierung:
Das Erhalten von Holzobjekten wirft Probleme auf. Vor allem für die Konservierung von feuchtem Holz und Holztragwerken ist noch Forschungsbedarf zu orten.







Aktuell

Third meeting "Historical Wood Utilization" May2015

IUFRO World Congress - Meeting of the Wood Culture group

WoodSciCraft September 2014,
Montpellier, France

Scientific excursion to Romania - Szeklerland; April/May 2014

World Wood Day
28-30 Sept. 2012 Second workshop

19.Oktober 2012 - Treffen in Gutenstein



Kontakt

Michael Grabner

Universität für Bodenkultur, Wien

Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe
Konrad Lorenzstrasse 24
A-3430 Tulln
Email: michael.grabner@boku.ac.at
Phone: (0043)(0)1-47654-4268
Fax:     (0043)(0)1-47654-4295